Geschichte

Die Kontaktgruppe Behinderter und Nichtbehinderter e.V. wurde 1974 gegründet. Ziel der KBN ist es, die Behinderten aus ihrer Isolation herauszuführen und sie in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Die KBN hat damals als erste Gruppe Behindertenarbeit betrieben (von Behin­derten für Behinderte). Es ging damals um Barrierefreiheit: d.h. Bordsteinabsenkungen und Auffahrrampen an öffentlichen Gebäuden, rollstuhlgerechte Toiletteneinrichtungen z.B. am Bahnhof sowie Hinter der Grieb.

Außerdem hatte die KBN maßgebliche Beteiligung an der behinderten gerechten Wohnanlage Dalberg­straße, sowie am Projekt Rote Löwenstraße-Fidelgasse. Die KBN hatte anfangs große Schwierigkei­ten, bis es im Januar 1981, als die UNICEF dies zum Jahr der Behinderten erklärte, durch die Medien zu einer Aufklärungsaktion kam, die zu einem Umdenken führte und die Anerkennung der Behinderten in der Bevölkerung verbesserte.

Wie der Name "Kontaktgruppe Behinderter und Nichtbehinderter" schon sagt, besteht der Verein aus Behinderten und Nichthinderten. Ohne Nichthinderte wäre die Vereinsarbeit sowie die offene Behin­dertenarbeit nicht möglich.

Die Mitgliederzahl von 1974 war 256 und liegt heute wegen Todesfällen (41) und Austritten aus beruf­lichen Gründen konstant bei ca. 180 ordentlichen Mitgliedern.

Die Kontaktgruppe konnte im Jahr 1981 ihre Räume im Thon-Dittmer-Palais in Regensburg beziehen, bestehend aus einem Clubraum und Küche sowie einem Büro, wo von einem hauptamtlichen Sozialpädagogen der Besuchsdienst und die offene Behindertenbeit durchgeführt wird.

Auch der mobile Besuchs­dienst wird von unserem Sozialarbeiter durchgeführt und versteht sich in Besuchen von körper­behinderten bzw. älteren Menschen, welche alleinstehend sind oder sich in Langzeitbehandlung in Krankenhäusern oder Pflegeheimen befinden, wo sie individuell beraten und informiert werden können.

Ebenfalls im Jahre 1981 konnte die KBN durch die Aktion Sorgenkind ihr erstes Behindertenfahrzeug mit 20% Eigenbeteiligung erwerben, um die Mit­glieder zu unseren diversen Verstaltungen wie z.B. Monatstreffen, Ausflugsfahrten, Stammtisch, Kegeln, Schwimmen für Behinderte und Kaffeenachmittage zu bringen und ebenfalls wieder nach Hause. Das Fahrzeug wird von der Bundeswehr (Nibelungenkaserne Regensburg) gewartet und von Soldaten auf freiwilger Basis bei den Verstaltungen gefahren.

Unser Hauptaugenmerk ist gerichtet auf:
a) Begegnung
b) Beratung für Behinderte und Nichtbehinderte in der Geschäftsstelle
c) Bildung

Unsere nichtbehinderten Mitglieder engagieren sich sehr in unserer Gruppe. Die Monatstreffen beinhalten in der Regel immer Diskussionen mit sachkundigen Referenten aus Themen im sozialen Bereich.

Die KBN erstellte in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Regensburg (Fachbereich Sozialwesen) ein Konzept über die berufliche Integration körperbehinderter Menschen für die Stadt und den Land­kreis Regensburg, mit dem Ziel körperbehinderte Menschen in das berufliche Leben in der freien Wirtschaft zu integrieren oder in zweitrangiger Weise eine Werkstätte für Körperbehinderte in ferner Zukunft zu errichten.

Die Öffentlichkeitsarbeit der KBN erstreckt sich auch auf den Landkreis Regens­burg. Es werden in den einzelnen Gemeindebereichen die Bürgermeister aufgesucht um zu erfahren, wie behindertengerecht die Einrichtungen in der Gemeinde für Rollstuhlfahrer sind. In der jeweiligen Gemeinde konnten wir positive Ergebnisse erzielen und Verbesserungsvorschläge einbringen, zudem stehen die Landkreisgemeinden den Belangen der Behinderten sehr aufgeschlossen gegenüber.

Der Verein bemüht sich auch alljährlich um die Beschaffung von Eigenmitteln z.B. durch Mitgliedsbeiträge, Getränkeausschank bei verschiedenen Festivitäten und Weihnachtsbasaren.

Seit 1994 ist die KBN in den Kreis der offenen Behindertenarbeit aufgenommen, deshalb konnten wir unser Tätigkeitsfeld erweitern, z.B. durch den Ausbau bzw. die Absicherung des vereinseignen Fahrdienstes und des schon erwähnten Besuchsdienstes.

Wie Sie aus den vorhergehenden Ausführungen entnehmen konnten, ist die KBN auf Mitgliedsbeiträge angewiesen. Sicher sind für jeden einzelne Programmpunkte der KBN interessant. Falls Sie Lust zum mitmachen haben, würden wir uns freuen, wenn wir Sie bei uns begrüßen könnten.

Auch für eine Fördermitgliedschaft sind wir sehr dankbar.

Das Büro ist von einem Diplom-Sozialpädagogen besetzt. Sein Arbeitsfeld umfaßt u.a. die Mitarbeit an der offenen Behindertenarbeit, die Koordination des mobilen Fahrdienstes und die Erstellung der ver­eins­eigenen Behindertenzeitung.